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© Stiftung Jugend forscht e. V.

ZfP-Sonderpreis bei "Jugend forscht"

Nachwuchsforscherin für 3D-Analyse von Wärmeverlusten ausgezeichnet

Beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht 2026“ hat die DGZfP den Sonderpreis „Qualitätssicherung durch Zerstörungsfreie Prüfung“ an eine junge Forscherin aus Frankfurt (Oder) vergeben. Ihr Projekt zeigt neue Wege zur Analyse von Energieverlusten in Industrieanlagen.

Auszeichnung für innovative Forschung

Im Rahmen des 61. Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ in Herzogenaurach hat die Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP) ihren Sonderpreis „Qualitätssicherung durch Zerstörungsfreie Prüfung“ verliehen. Die Auszeichnung ging an die 17-jährige Nanami Kurzweil vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Frankfurt (Oder).

Überreicht wurde der Preis am 30. Mai 2026 durch Dr. Thomas Wenzel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DGZfP.

Zementwerk im Wärmecheck

Im Mittelpunkt der ausgezeichneten Arbeit von Nanami Kurzweil steht die Frage, wie sich Wärmeverluste in komplexen Industrieanlagen zuverlässig erfassen lassen. Während bei Wohngebäuden Wärmebilder bereits etablierte Hinweise auf energetische Schwachstellen liefern, ist die Analyse bei großtechnischen Anlagen deutlich anspruchsvoller.

Die Jungforscherin entwickelte hierfür einen innovativen Ansatz: Sie kombinierte Wärmebildaufnahmen mit Drohnenfotografie und Laserscans und führte die Daten in einem digitalen 3D-Modell zusammen. Dabei berücksichtigte sie unter anderem unterschiedliche Wärmeabstrahlungen verschiedener Materialien.

Das Ergebnis: Erst durch die Verknüpfung der verschiedenen Datensätze entstand ein belastbares Modell, das sowohl die Geometrie der Anlage als auch temperaturbasierte Informationen integriert. Auf diese Weise werden Energieverluste innerhalb des Zementwerks erstmals präzise und visuell nachvollziehbar.

Bundeswettbewerb als Bühne für die besten Nachwuchstalente

Der Bundeswettbewerb ist das Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb in Naturwissenschaft und Technik. Hier treten die besten Jungforscherinnen und Jungforscher an, die sich zuvor bei den Landeswettbewerben durchgesetzt haben. Neben der Präsentation ihrer Projekte erwartet die Teilnehmenden ein mehrtägiges Rahmenprogramm.

Preisträgerin Nanami Kurzweil mit Dr. Thomas Wenzel von der DGZfP beim 61. Bundeswettbewerb in Herzogenaurach.

DGZfP ehrt Engagement für Zerstörungsfreie Prüfung

Mit der Auszeichnung würdigt die Fachgesellschaft seit vielen Jahren herausragende Schülerarbeiten, die sich mit Themen der Qualitätssicherung durch Zerstörungsfreie Prüfung befassen oder entsprechende Methoden weiterentwickeln.

Bereits seit 2005 beteiligt sich die DGZfP an den Landeswettbewerben von „Jugend forscht“, seit 2009 auch auf Bundesebene. Vertreterinnen und Vertreter der Gesellschaft begleiten die Wettbewerbe, begutachten die Projekte und entscheiden gemeinsam mit den Jurys über die Vergabe des Sonderpreises.

Blick in die Zukunft

Die DGZfP zeigt sich jedes Jahr aufs Neue beeindruckt von der Kreativität und dem wissenschaftlichen Anspruch der Teilnehmenden. Der Wettbewerb bietet nicht nur eine Plattform für innovative Ideen, sondern auch einen wichtigen Zugang zur Welt der Zerstörungsfreien Prüfung.

Die Fachgesellschaft hofft, viele der talentierten Nachwuchskräfte künftig in der ZfP-Community begrüßen zu können.

Ein besonderer Dank gilt den DGZfP-Jurorinnen und Juroren, die mit ihrem Engagement maßgeblich zur Bewertung der Projekte beitragen. Ihr Einsatz ist ein zentraler Baustein für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

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