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Termine

Vorsitzende

Vorsitzender Prof. Dr. Markus Sause
Universität Augsburg
Institut für Materials Resource Management
Augsburg
Tel: +49 821 59869161
 markus.sause@mrm.uni-augsburg.de
Stellvertreter Dr. Phil. II Andreas J. Brunner  Andreas.Brunner@empa.ch
Stellvertreter Dipl.-Ing. Gerald Lackner
TÜV Austria Services GmbH
Wien
Tel: +43 5 0454 6638
 gerald.lackner@tuv.at

Termine

Hinweis:
Die hier angegebenen Termine gelten unter Vorbehalt.
Wir verweisen auf die Einladungen, die an alle FA-Mitglieder per Email vor der Sitzung versendet werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter Telefon 030 67807-107.

Datum Ausschuss Ort
06.10.2022 FA Schallemission (FASEP), 74. Sitzung Augsburg (hybrid)

In stillem Abschied

Dr. Ing.-habil. Jürgen BohseDr. Ing.-habil. Jürgen Bohse

Das Leitungsteam des Fachausschusses Schallemissionsprüfverfahren der DGZfP informiert traurigen Herzens, dass am 10. Dezember 2021 Dr.-Ing. habil. Jürgen Bohse in Berlin nach längerer Krankheit verstorben ist. Wir haben einen liebenswürdigen Kollegen und Freund verloren. Im Fachausschuss Schallemissionsprüfverfahren hat Jürgen Bohse in mehrfacher Weise die Aktivitäten der letzten zwanzig Jahre mitgeprägt, zuerst als Mitglied, dann als Vorsitzender von 2007 bis 2017, sowie als langjähriger Leiter der Unterausschüsse Ausbildung und Normung bis zur Sitzung im Herbst 2021. Er gehörte zur ersten Gruppe von Schallemissionsfachleuten im deutschsprachigen Raum mit Stufe AT-3. Die Schallemissionsprüfung und deren Akzeptanz in der Industrie sind durch ihn außerordentlich gefördert worden, u.a. durch seine Tätigkeit als Dozent und Prüfungsbeauftragter in den AT-Ausbildungskursen der DGZfP und seine Mitwirkung als Referent der BC Kurse der DGZfP, durch seine Beiträge zur Normung an Sitzungen der CEN und ISO Komitees für Schallemission und die Herausgabe des ersten Kompendiums AT über die Webseite der DGZfP und dessen stetige Aktualisierung. Diese Leistungen wurden 2015 mit der Verleihung der Ehrennadel der DGZfP gewürdigt. Bei der BAM in Berlin hat er in vielen Projekten zur Anwendung der Schallemission, z.B. zur Prüfung von CFK-Druckbehältern oder dem Nachweis von Korrosion, auch Studenten und Mitarbeiter ausgebildet, von denen viele noch heute in der Schallemission tätig sind. Diskussionen mit ihm haben uns und anderen oft wichtige Hinweise und Unterstützung bei der Lösung von Problemen geliefert. Seine Begeisterung für kulturhistorische Zusammenhänge, für Flussreisen, aber auch für Weinbau haben das gesellige Zusammensitzen nach Tagungen bereichert. Wir drücken seinen Angehörigen unser tiefempfundenes Beileid aus.

 

Im Namen des Fachausschusses Schallemissionsprüfverfahren der DGZfP: Prof. Dr. M.G.R. Sause (Vorsitzender), Dr. Andreas J. Brunner (Stellvertreter), Dipl.-Ing. Gerald Lackner (Stellvertreter)

 

 

Aufgaben und Tätigkeiten

Die Schallemissionsprüfung wird seit Jahrzehnten weltweit in der Materialforschung und -prüfung, bei Laborprüfungen von Komponenten und Bauteilen sowie als Prüfverfahren für industrielle Anwendungen erfolgreich eingesetzt. Für die Schallemissionsprüfung kommen alle Werkstoffe in Frage, die unter geeigneter Belastung bzw. geeigneten Betriebsbedingungen Schallemissionsereignisse von genügend hoher Amplitude erzeugen, wie Metall, Keramik, Glas, Gestein, Beton, spröde Polymerwerkstoffe, Holz und selbstverständlich Verbundwerkstoffe. Mechanismen der Schallemission sind z.B. Rissbildung, Rissfortschritt, Delamination, Rissuferreibung, Versetzungsbewegung, Phasenumwandlung, Korrosionsprozesse, turbulente Strömungen an Leckagen, Hochspannungs-Teilentladungen in Großtransformatoren u.v.a.m. Dabei wird zwischen der Erzeugung von transienten Schallemissionen mit Burstcharakter und permanenter (quasi-) kontinuierlicher Schallemission unterschieden. Zielstellungen der Schallemissionsprüfung bei industriellen Anwendungen sind, anhand der Aufzeichnung und Analyse von Schallemissionssignalen die Fertigungsqualität oder den Schadenszustand von Materialverbunden, Komponenten und Bauteilen zu charakterisieren, Bereiche hoher Schallemissionsaktivität bzw. -intensität zu lokalisieren und bruchkritische Schadenssituationen vor dem ultimativen Versagen in Echtzeit anzuzeigen. Der Einsatz als Monitoring-Verfahren zur Zustandsüberwachung bringt somit die eigentliche Stärke der Schallemissionsprüfung voll zur Geltung. Außerdem ist es möglich, Prozesse zu überwachen und evtl. auf Grund der Schallemissionssignale auch zu regeln.

Die Schallemissionsprüfung wird als begleitendes Prüfverfahren u.a. bei der

• Abnahmeprüfung
• Wiederkehrenden Prüfung
• Überwachung von Fertigungsprozessen / Prozessregelung
• Lebensdauer-/Zustandsüberwachung eingesetzt.

Internationale Bedeutung hat die Schallemissionsprüfung von Druckbehältern, Tanks, Rohrleitungen, Ventilen etc. sowie das Monitoring von geologischen Endlagerstätten und Bauwerken, wie z.B. Brücken und Staudämmen erlangt.

Bei Interesse an einer Mitarbeit im Fachausschuss Schallemissionsprüfverfahren zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen!