Impressionen aus Schweinfurt
Seminar zu aktuellen Entwicklungen konventioneller und innovativer Anwendungen
Innovative Verfahren, praxisnahe Anwendungen und ein intensiver fachlicher Austausch: Beim Ultraschall-Seminar 2025 des Fachausschusses Ultraschallprüfung in Schweinfurt standen aktuelle Entwicklungen von Phased Arrays über kontaktlose Prüfverfahren bis hin zu KI-Ansätzen im Mittelpunkt. Rund 75 Teilnehmende diskutierten neue Impulse und Herausforderungen der Ultraschallprüfung.
Der Fachausschuss Ultraschallprüfung (FA UT) der DGZfP veranstaltet im zweijährigen Rhythmus ein Seminar zu konkreten Fragestellungen der Ultraschallprüfung. Turnusgemäß fand die Veranstaltung am 4. und 5. November 2025 statt, dieses Mal in den Räumlichkeiten des Mercure Hotels Maininsel in Schweinfurt. Unter dem Leitthema „Konventionelle und innovative Anwendungen der Ultraschallprüfverfahren“ standen erneut prüftechnische Applikationen im Mittelpunkt des Programms.
Einen inhaltlich wie methodisch interessanten Einstieg bot der Eröffnungsvortrag von Daniel Schmitt vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik. Er widmete sich dem Transfer der Ultraschall-Array-Technologie aus der medizinischen Bildgebung und Therapie in technische Anwendungen. Bildgebender Ultraschall ermöglicht eine nicht-invasive Diagnostik durch die Visualisierung innerer Strukturen in Echtzeit. Die Ultraschalltherapie wird zur gezielten Behandlung von Erkrankungen eingesetzt, beispielsweise durch die Anwendung fokussierter Ultraschallwellen zur Zerstörung von Tumoren oder zur Schmerzlinderung. Die zugrunde liegenden Technologien lassen sich – teils direkt, teils mit geringfügigen Anpassungen – auf die Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) übertragen. Vorgestellt wurden konkrete Anwendungen, etwa bei der Untersuchung von Kulturgütern, von Schweißverbindungen sowie im Bereich des Luftschalls zur taktilen Interaktion mit Schallfeldern.
In den anschließenden fünf Sitzungen wurden Ultraschall-Prüflösungen aus unterschiedlichsten Anwendungsfeldern präsentiert. Der Schwerpunkt des ersten Seminartages lag auf innovativen Verfahrensansätzen, unter anderem aus dem 3D-Druck und dem Prozessmonitoring. Ein weiterer thematischer Fokus galt bleifreien Piezokeramiken und deren Werkstoffverfügbarkeit sowie Anwendungsperspektiven. Vor dem Hintergrund der absehbar auslaufenden RoHS-Ausnahmegenehmigung für bleihaltige PZT-Keramiken – zentrale Komponenten im Ultraschall-Prüfkopfbau – kam diesem Themenblock besondere Aktualität zu.
Der zweite Seminartag begann mit Inspektionsaufgaben aus der Luft- und Raumfahrt sowie dem Automobilbau, bei denen kontaktlose Ultraschallprüfverfahren zum Einsatz kommen. Aufgrund ihres Potenzials für die Prüfung berührungs- und feuchtigkeitssensitiver Materialien stoßen diese Verfahren auf zunehmendes Interesse. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Ultraschallprüfung mit Phased Arrays. Die Beiträge reichten von der Prüfung komplexer Geometrien über Prüfgerätefragen bis hin zu bildgebenden Verfahren auf Basis der Phased-Array-Datenakquisition. Ergänzt wurde das Programm durch Ansätze aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz, etwa für das Prozessmonitoring und die Schweißpunktprüfung.
Rund 75 Teilnehmende nutzten die Veranstaltung, um sich in Vorträgen, Gerätevorführungen und im direkten Austausch mit Vortragenden, Fachkolleg*innen und ausstellenden Unternehmen über aktuelle Methoden und Anwendungen zu informieren. Ziel war es, einen möglichst breiten Überblick über die derzeitigen nationalen Aktivitäten und Entwicklungen zu geben. Die Rückmeldungen aus dem Auditorium sowie aus der Online-Bewertung fielen überwiegend positiv aus, enthielten jedoch auch kritische Anmerkungen. Diese wurden in der 53. Sitzung des Fachausschusses Ultraschallprüfung am 6. November vor Ort diskutiert und fließen in die Programmgestaltung des nächsten Seminars ein. Ein besonderer Dank gilt den Vortragenden sowie dem Team der Tagungsabteilung der DGZfP für die sehr gute organisatorische Vorbereitung und Begleitung der Veranstaltung.
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