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Zur Validierung von ZfP-Verfahren für die Nachrechnung von Brücken

Stefan Küttenbaum wurde dieses Jahr mit dem Nachwuchspreis der DGZfP für seine Arbeit auf dem Gebiet der modernen Bauwerksdiagnose mittels zerstörungsfreier Prüfverfahren ausgezeichnet.

Zur Person

Stefan Küttenbaum ist seit 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Zuvor war er im Bauprojektmanagement bei der Deutschen Bahn tätig. Sein aktueller Forschungsschwerpunkt liegt auf der messdatenbasierten Beurteilung der Zuverlässigkeit von bestehender Bausubstanz.

Kurzfassung des Fachbeitrags

Die Nachrechnung, d. h. die Beurteilung der Zuverlässigkeit von bestehenden Brücken, ist aufgrund der steigenden Anforderungen an die Bausubstanz und des sich alterungsbedingt verschlechternden Zustands der Bauwerke eine Kernherausforderung im Bauwesen. Sowohl die Berechnungsergebnisse als auch die Validität solcher Beurteilungen hängen im Wesentlichen von den Informationen ab, die über das zu beurteilende System vorliegen. Die Einbeziehung von zusätzlichem Wissen über das Tragwerk, welches vor Ort gemessen wurde, kann genutzt werden, um Unsicherheiten in den Berechnungen zu reduzieren und Abweichungen zwischen den tatsächlichen sowie den initial angenommenen Bauwerkseigenschaften zu identifizieren. Dies ermöglicht realitätsnähere Bauwerksbeurteilungen, die gezielte Planung von Maßnahmen wie Instandsetzungen oder Nutzungseinschränkungen und in der Konsequenz die Optimierung der infrastrukturellen Verfügbarkeiten sowie des Ressourcenverbrauchs.

Die effiziente Verwendung von Messergebnissen bei der Nachrechnung und von Ergebnissen aus zerstörungsfreien Prüfungen im Speziellen setzt voraus, dass die Relevanz der messbaren Informationen beziffert, die Qualität der gemessenen Information berechnet und die Anforderungen an die Genauigkeit der Inspektionen aus der statischen Berechnung abgeleitet werden können. Der Vergleich der Anforderungen an eine zu messende Information mit der Qualität der gemessenen Information wird in diesem Aufsatz als Validierung eines Messverfahrens aufgefasst. Es wird gezeigt, wie zerstörungsfreie Prüfverfahren für die Nachrechnung validiert werden können. Die Methodik wird anhand einer mit der Ultraschallecho- und Impulsradarmethode untersuchten Spannbetonbrücke demonstriert.

Abbildung_3

Untersuchte Spannbetonbrücke aus dem Jahr 1980

 

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Download vollständiger Beitrag (PDF, 8 Seiten)

 

Der Fachbeitrag von Stefan Küttenbaum erschien darüber hinaus in der ZfP-Zeitung (Ausgabe 176, Oktober 2021).

Bei Fragen wenden Sie sich gern an den Autor: stefan.kuettenbaum@bam.de

 

Den Gewinnerbeitrag des DGZfP-Anwenderpreises 2021 lesen Sie hier.

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