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50 Jahre Arbeitskreis Hamburg

Der Arbeitskreis (AK) Hamburg besteht seit 50 Jahren und tritt damit in den Kreis der „Ü50” ein, zu dem bereits die DGZfP-Arbeitskreise Mannheim-Ludwigshafen, Niedersachsen, München, Düsseldorf und Berlin gehören. Dieser Meilenstein wurde am 4. September 2019 mit einer besonderen Veranstaltung gefeiert.

Erfolgreicher Arbeitskreis

Der AK Hamburg ist nicht nur das Nordlicht der DGZfP-­Arbeitskreise, sondern hat auch ein großes Einzugsgebiet. Er gehört zu den sehr gut besuchten Arbeitskreisen mit konstant hohen Besucherzahlen. In den letzten drei Jahren nahmen rund 300 Teilnehmer aus über 120 Industriebetrieben und Behörden an den Sitzungen teil.

Ehrungen und unterhaltsame Vorträge auf der Jubiläumsveranstaltung

Prof. Nathanael Riess von der Fa. Helling GmbH begrüßte als Hausherr die Gäste und wünschte dem Arbeitskreis eine gute Jubiläumsveranstaltung und eine erfolgreiche Zukunft. Im Gebäude der Helling GmbH befindet sich das Ausbildungszentrum der DGZfP, in dem der AK Hamburg regelmäßig tagt. Hier fand auch die Jubiläumsveranstaltung statt.

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Der Leiter des Arbeitskreises, Muamet Malici, hieß die rund 80 Gäste herzlich willkommen. Die erfolgreiche Geschichte des AK Hamburg spräche für sich und sei nicht nur der Leistung der AK-Leiter, sondern vor allem den Teilnehmenden zu verdanken, so Malici. Ohne deren Engagement im Arbeitskreis und ohne ihr Interesse an der ZfP wäre dieser und jeder andere Arbeitskreis nicht aufrecht zu erhalten.

Nach einem kurzen Überblick über den weiteren Ablauf ehrte und begrüßte Muamet Malici besondere Gäste wie Elisabeth Samusch, ehemals Fa. Seifert, Prof. Riess, die ehemaligen AK-Leiter Manfred Henrichs und Uwe Cohrs, Sven Noack (SLV Nord), Dr. Franziska Ahrens und Daniela Kolbeck (DGZfP) sowie Dr. Matthias Purschke, Geschäftsführer der DGZfP, und den Vortragenden, Dr. Matthias Bastian von der Landesanstalt für Personendosimetrie und Strahlenschutzausbildung (LPS).

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Vortrag: Firma SEIFERT – Protagonist in der Geschichte der Röntgentechnik

Peter Feddern von der Lufthansa Technik AG in Hamburg und stellvertretender AK-Leiter stellte die erste Vortragende, Elisabeth Samusch, vor. Frau Samusch berichtete über die Erfolgsgeschichte der Fa. Seifert, die als Protagonist im Bereich der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung und einer der Pioniere der industriellen Röntgenprüfung gilt.

Immer wieder gelang es dem Unternehmen über die Jahre mit Innovationen zu überraschen. Die Röntgentechnik aus Ahrensburg war weltweit gefragt und kam unter anderem beim Apollo-Raumfahrtprojekt der USA und dem europäischen Ariane-Raketenprogramm zum Einsatz. Das Zweigstellennetz für Vertrieb und Service reichte von Philadelphia und Portland in den USA über Indien bis nach Russland. Das kleine Röntgenwerk behauptete sich in einem hart umkämpften Markt gegen Konzerne wie Siemens und Philips. Doch 2001 entschied sich die Familie zum Verkauf an die belgische Aktiengesellschaft Agfa, Weltmarktführer für industrielle Röntgenfilme. Es wurde ein kurzes Intermezzo, denn schon Anfang 2003 übernahm der US-amerikanische Mischkonzern General Electric (GE) das Ahrensburger Werk.

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Vortrag: Strahlenschutz im Kinofilm

Eike Bayer von der BIS Inspection Service GmbH und ebenfalls stellvertretender Leiter im Arbeitskreis Hamburg, kündigte den zweiten Hauptvortragenden, Dr. Matthias Bastian (LPS) an.

Der Physiker und Filmfan Bastian zeigte in seinem unterhaltsamen Vortrag zum Thema „Strahlenschutz im Kinofilm” die teilweise hanebüchenen Vorstellungen der Drehbuchautoren. In zahlreichen Spielfilmen spielen ionisierende Strahlung und Radioaktivität eine Rolle: sei es Q’s Idee, im James-Bond-Klassiker „Feuerball“, den Geheimagenten über eine radioaktive Kapsel zu orten, oder der DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“, der von einer zigarrengroßen Plutoniumquelle betrieben wurde, oder auch Bruce Willis‘ Versuch, in „Stirb Langsam 5“ die in der Ruine des Tschernobyl-Reaktors vorhandenen radioaktiven Kontaminationen durch das Benetzen mit einem geeigneten Gegenmittel zu neutralisieren.

In manchen Filmen wird versucht, die strahlenschutzrelevanten Aspekte realistisch darzustellen, in anderen werden sie der Story (oder, falls eine solche fehlt, der Action) untergeordnet – ein erfolgversprechendes, aber nicht unproblematisches Vorgehen. Denn im ungünstigsten Fall werden falsche Vorstellungen über Radioaktivität und Strahlung beim Publikum verbreitet und Ängste geschürt, die in aller Regel nicht korrigiert werden können.

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Kulinarische Nachsitzung

Nach den beiden Festvorträgen ehrte Dr. Matthias Purschke die Hamburger AK-Leiter für ihren Einsatz. Durch die hohe Beteiligungsquote am Hamburger AK werde deren Engagement deutlich. Eine größere Wertschätzung gebe es für diese ehrenamtliche Tätigkeit nicht. Dafür dankte Matthias Purschke im Namen der DGZfP und überreichte Urkunden und Präsente an die Arbeitskreisleiter.

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Im Anschluss an die Vorträge und Ehrungen konnten die Teilnehmenden die ZfP-Ausstellung der Firma Helling besuchen und an einer kulinarischen, geselligen Nachsitzung teilnehmen.

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