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Bericht
Interessante Einblicke in ein modernes Luftfahrt-Unternehmen

Veröffentlicht am Freitag, 8. Februar 2019.

Exkursion zur EFW – ELBE FLUGZEUGWERKE GMBH Dresden

Mit mehr als 20 interessierten Gästen fand am 15.11.2018 der 221. DGZfP-Arbeitskreis Dresden statt, diesmal als Exkursion zur unmittelbar am Flughafen Dresden gelegenen ELBE FLUGZEUGWERKE GMBH (EFW). Die Nachfrage war diesmal so groß, dass die Zahl der Teilnehmer aus Platzgründen begrenzt war und die Anmeldung bereits nach wenigen Tagen geschlossen werden musste.

Die ELBE FLUGZEUGWERKE GMBH ist eines der bekanntesten Traditionsunternehmen des Dresdner Flugzeugbaus und aus dem VEB Flugzeugwerke Dresden, später dann VEB Flugzeugwerft Dresden hervorgegangen. Heute vereint EFW als Tochterunternehmen von ST Engineering Aerospace aus Singapur und Airbus vielfältige Luftfahrt- und Technologieaktivitäten unter einem Dach. Dazu gehören die Entwicklung und Herstellung von Leichtbaukomponenten für Struktur und Innenraum für alle Airbus-Modelle, die Umrüstung von Passagierflugzeugen in Frachtflugzeuge, Wartung und Reparaturleistungen für Flugzeuge der gesamten Airbus-Familie sowie Engineering-Dienstleistungen rund um Zertifizierung und Zulassung. Zusammen mit ST Engineering Aerospace und Airbus treibt EFW die Weiterentwicklung der Airbus-Frachterfamilie voran. Das Unternehmen hat rund 1.350 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2017 knapp 300 Mio. Euro Umsatz.

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EFW-Gelände am Flughafen Dresden

Der Arbeitskreis begann mit einer ausführlichen und lebendigen Vorstellung der EFW sowie ihrer Geschichte durch den Leiter Kommunikation, Christopher Profitlich. Er zog dabei einen weiten Bogen von der Entwicklung des ersten deutschen Passagierstrahlflugzeugs in den 1950er-Jahren, der sogenannten Baade 152, über die Gründung der ELBE FLUGZEUGWERKE GMBH in der Nachwendezeit bis zu den modernen Frachterumrüstungen der Gegenwart. Anschließend gaben Sebastian Hannemann und seine Kollegen aus der ZfP-Abteilung einen Überblick über die eingesetzten Prüfverfahren und ihre Anwendungen.

Nach dem Einführungsteil wechselten Gastgeber und Gäste schließlich in eine riesige Werkshalle zu einem geführten und kompetent erläuterten Rundgang durch die aktuell laufende A330-Frachterumrüstung. Dabei konnten sich die Gäste einen detaillierten und abwechslungsreichen Überblick über die bei der Umrüstung auftretenden technischen Herausforderungen verschaffen und den EFW-Mitarbeitern zahlreiche Fragen stellen. Diese Möglichkeit wurde auch ausführlich genutzt, schließlich hat man selten die Gelegenheit, ein nahezu „entkerntes“ Flugzeug aus der Nähe zu betrachten und Details über sein Innenleben aus erster Hand zu erfahren.

efw-freighter-conversion[1]

Frachterumrüstung von außen

Installation of New Floor Structure

und von innen

Die Veranstaltung endete schließlich mit einem gemeinsamen Imbiss, der ausgiebig für weitere Diskussionen und zum „Netzwerken“ genutzt wurde. Die Leitung des Dresdner Arbeitskreises bedankt sich herzlich bei der EFW für die gelungene Exkursion und die damit verbundene Bereitschaft, uns interessante Einblicke in die Umrüstungs- und Wartungsarbeiten eines erfolgreichen und modernen Luftfahrt-Unternehmens „Made in Saxony“ zu geben.

Dr. Frank Schubert (AK Dresden), Christopher Profitlich & Sebastian Hannemann (EFW)/ Fotos EFW