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Die Zerstörungsfreie Prüfung ist ganz wesentlich mitverantwortlich für Unfälle und Katastrophen,
die nicht passieren. Vermutlich ist das die Ursache dafür, dass sie trotz der enormen Bedeutung, die sie für das tägliche Leben jedes Einzelnen hat, so wenig im Bewusstsein der Menschen präsent ist.

Dies zu ändern, durch alle Möglichkeiten der Information und Kommunikation, ist gegenwärtig eine der wichtigsten Aufgaben der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP).

Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen, Computertomographie, Video- und Endoskopie sind Begriffe, die den meisten Menschen bekannt sind. Dass diese und viele andere Methoden aber nicht nur in der Medizin genutzt werden, sondern auch zur Zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) von Bauteilen und Materialien, ist weitgehend unbekannt.

Der Wunsch, Werkstoffe und Werkstücke zerstörungsfrei – das heißt in einer Weise, die die spätere Verwendung nicht beeinträchtigt – zu prüfen, ist so alt wie das Vermögen der Menschen, diese zu bearbeiten. 

Das kritische Beäugen eines von Hand oder mit einem Werkzeug geformten Gegenstandes, das Abklopfen einer Keramik mit dem Fingerknöchel oder das Abtasten einer bearbeiteten Oberfläche mit der Fingerspitze sind zerstörungsfreie Prüfmethoden, die den Menschen seit Urzeiten selbstverständlich sind. 

Als bedeutender wirtschaftlicher Faktor aber ist diese Technik noch relativ jung. Erst als Mitte des
19. Jahrhunderts der gewaltig ansteigende Bedarf an Rohstoffen die Industrie vor das Problem der Materialeinsparung bei gleichzeitig erhöhten Sicherheitsanforderungen stellte, wurden spezielle Verfahren in die praktische Materialprüfung eingeführt. In dieser Zeit wurde auch der Begriff „Zerstörungsfreie Materialprüfung“ geprägt. 

Mit Hilfe der ZfP können verborgene Fehler in Materialien, Bauteilen und Konstruktionen vor und während ihres Betriebes so frühzeitig erkannt werden, dass deren unvorhergesehenes Versagen verhütet wird. Unfälle mit Gefährdung von Menschenleben und schweren Sach- und Umweltschäden können damit vermieden werden.

Von großer Bedeutung ist die Zerstörungsfreie Prüfung auch in der Kunst. Eine zerstörungsfreie Untersuchung von Kunst- und Kulturgegenständen – eine zerstörende Untersuchung käme schon wegen des oft unschätzbaren Wertes der Objekte nicht in Frage – gibt den Kunst- und Kulturhistorikern oft Aufschluss über bisher unbekannte Aspekte der menschlichen Entwicklung oder ermöglicht die sichere Zuordnung eines Kunstwerkes zu einem bestimmten Künstler. Eine Fälschung hat hier keine Chance.

In fast allen Industriezweigen ist die ZfP zum unverzichtbaren Instrument für Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung geworden.

Heute ist keine Gas- oder Ölversorgung, kein Start eines Flugzeuges, keine Herstellung eines Autos oder eines Zuges, kein Brückenbau und kein Betrieb eines Kraftwerkes mehr denkbar ohne die ständige Kontrolle mittels Zerstörungsfreier Prüfung. Jedes sicherheitsrelevante Teil wird geprüft!