Die Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP), gegründet 1933, ist die älteste ZfP-Gesellschaft der Welt. Sie arbeitet als technisch-wissenschaftlicher Verein auf gemeinnütziger Basis und hat laut Satzung den Zweck, Aus- und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) zu fördern. Sie organisiert die Kommunikation zwischen Forschungs- und Entwicklungsinstituten und ZfP-Anwendern, Geräteherstellern und Dienstleistern und mit der Öffentlichkeit.
Die DGZfP hat derzeit circa 1000 persönliche und knapp 500 korporative Mitglieder. Dazu gehören alle großen Konzerne und Unternehmen, die ZfP einsetzen, ebenso wie Forschungseinrichtungen, Universitäten und Behörden, aber auch einzelne Personen, die sich mit diesem Fachgebiet befassen.
Die Arbeitsschwerpunkte sind:
- Aus- und Weiterbildung von Prüfpersonal
- Ausgabe von Kompetenzzertifikaten durch die DGZfP Personalzertifizierung (DPZ)
- Veranstaltung von Tagungen und Seminaren
- Herausgabe von Fachliteratur und – gemeinsam mit der ÖGfZP (Österreich) und der SGZP (Schweiz) – der fünfmal jährlich erscheinenden „ZfP-Zeitung“
- Regelmäßige fachliche Weiterbildung in 17 regionalen Arbeitskreisen
- Erstellen und Harmonisieren von Normen und Richtlinien auf nationaler und internationaler Ebene
Die DGZfP ist Gründungsmitglied im Europäischen Verband für Zerstörungsfreie Prüfung (EFNDT) und sie ist Mitglied im Weltverband für ZfP (ICNDT).
Zur Förderung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses vergibt die DGZfP alljährlich den mit 5.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis. Der Anwenderpreis der DGZfP wird für innovative Leistungen bei Verfahren und Prüftechnik verliehen. Mit dem Nachwuchspreis der DGZfP werden Studenten und Wissenschaftler bis 35 Jahre ausgezeichnet, die ein Thema von weitreichender Bedeutung für die Zerstörungsfreie Prüfung bearbeitet haben, Anwenderpreis und Nachwuchspreis sind jeweils mit 3.000 Euro dotiert.
Die DGZfP hat das System ihrer Preise und Auszeichnungen neu konzipiert, es löst den bis 2009 vergebenen Berthold-Preis und die Schiebold-Gedenkmünze ab.
Außerdem vergibt die DGZfP jedes Jahr Ehrennadeln an bis zu drei Mitglieder, die sich um die Entwicklung der DGZfP verdient gemacht haben sowie an ausländische ZfP-Experten für ihre Verdienste um die internationale Zusammenarbeit in der ZfP.
Seit 2005 vergibt die DGZfP in den Landeswettbewerben von „Jugend forscht“ einen mit 150 Euro dotierten ZfP-Sonderpreis. 2007 wurde dieser erstmals auch im Bundeswettbewerb, dotiert mit 500 Euro, ausgeschrieben. Der Preis hat das Ziel, interessierte jungen Menschen auf das Fachgebiet ZfP aufmerksam zu machen und sie zur Mitarbeit zu gewinnen.