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Bericht
MINT-EC-Camp Materialprüfung

Veröffentlicht am Mittwoch, 4. Oktober 2017.

19 Schülerinnen und Schülern von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerkes MINT-EC standen vier aufregende und informationsgeladene Tage, rund um die Zerstörungsfreie Materialprüfung, in Stuttgart bevor.

Unser diesjähriger Gastgeber, das Friedrich-Eugens-Gymnasium (FEG) in Stuttgart, der MINT-EC sowie die DGZfP, organisierten das mittlerweile vierte MINT-Camp des Themenclusters Materialprüfung (MatP). Unter Anleitung von Lehrkräften, die dem Themencluster angehören, führten die Schülerinnen und Schüler Experimente zu den Verfahren: Sichtprüfung, Magnetpulverprüfung, Ultraschallprüfung, Infrarotprüfung und Röntgenprüfung durch. Außerdem standen eine Werksführung bei der Porsche AG, die Exkursion zu BMB Gesellschaft für Materialprüfung mbH in Heilbronn sowie das Erkunden der Mercedes-Benz-Welt auf dem – zugegebener Maßen straffen – Programm:

Tag 1 – Sonntag, 24. September 2017

Anreisetag bei schönstem Wetter. Alle 19 Schülerinnen und Schüler sind am Nachmittag wohlbehalten in Stuttgart angekommen. Zum Einstimmen und gegenseitigen Kennenlernen ging es mit allen interessierten und angereisten Clustermitgliedern auf eine zweistündige Stadtführung unter dem Motto: Schwäbisch für Anfänger.

 

Tag 2 – Montag, 25. September 2017

Das FEG, die inmitten der Innenstadt Stuttgarts gelegene MINT-Schule, bot genügend Räumlichkeiten und Platz für die verschiedenen Workshops zur Zerstörungsfreien Prüfung.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Dr. Stefan Wilking und Eröffnung des Camps durch Dr. Sebastian Fettig, MINT-Koordinator und Mitglied des Themenclusters MatP (stellvertretend für das FEG) und Marika Maniszewski, DGZfP, teilten sich die 19 Schülerinnen und Schüler in fünf Gruppen, um nacheinander an allen Workshop-Stationen Halt zu machen und die verschiedenen ZfP-Verfahren selbst auszuprobieren (Bilder sagen mehr als Worte):

Sichtprüfung
Betreuung durch das Clustermitglied Wolfgang Schäfer, stellvertretend für das Kurfürst-Balduin-Gymnasium in Münstermaifeld

Die Sichtprüfung wurde mithilfe der Endoskopie durchgeführt. Ein alter Schwalbe-Motor, Sichtprüfkästen, selbstgebastelte und echte Rohrleitungsstücke wurden akribisch geprüft.

Magnetpulverprüfung

Betreuung durch das Clustermitglied Anke Bachran, stellvertretend für das Cantor-Gymnasium in Halle, sowie Hannelore Wessel-Segebade

Ein Handjoch, eine Schweißnaht und Prüfmittel – fluoreszierend oder schwarz-weiß – diese beiden Varianten konnten ausprobiert werden.

Infrarot-Thermographie
Betreuung durch das Clustermitglied Dr. Sebastian Fettig, stellvertretend für das Friedrich-Eugens-Gymnasium in Stuttgart

Infrarot-Thermographie an Faserverbundwerkstoffen oder mit Wasser befüllten Dosen. Goldene oder silberne Seite der Rettungsdecke – gibt es Unterschiede?

Ultraschallprüfung
Betreuung durch die Clustermitglieder Thomas Benkert, Dr. Hans Lademann und Kathrin Mießen, stellvertretend für das Röntgen-Gymnasium in Remscheid-Lennep

Ultraschallprüfung fachmännisch erklärt und selbst ausprobiert.

Röntgen- bzw. Durchstrahlungsprüfung  20170925_11004120170925_105940
Betreuung durch das Clustermitglied Dr. Peter Dohmen, stellvertretend für das Gymnasium Haus Overbach in Jülich

Röntgenprüfung mit einem Schulröntgengerät, durchgeführt an Alltagsgegenständen wie einem Taschenrechner oder Überraschungseier.

   

Die Workshop-Phase wurde am späten Vormittag mit viel Input über ZfP und bester Laune beendet:

Am Nachmittag besuchten die Camp-Teilnehmer die Porsche AG und nahmen an einer zweistündigen Werksführung teil. Wie und womit werden die Porsche-Wagen montiert, wo wird ZfP angewendet und wie individuell kann man seinen Porsche, bei vorhandenem Kleingeld gestalten? All diese Fragen konnten während der Führung ausführlich beantwortet werden.

Danach traf sich das MINT-Themencluster, vertreten durch Anke Bachran, Dr. Peter Dohmen, Thomas Münch, Thomas Benkert, Dr. Hans Landemann, Wolfgang Schäfer, Kathrin Mießen, Andreas Buchholz, Dr. Sebastian Fettig, Ute Eckhof, Hannelore Wessel-Segebade, Samantha Schraner und Marika Maniszewski, zur 14. Clustersitzung, um die weitere Strategie und auch das nächste MINT-Camp in 2018 zu besprechen.

Abgeschlossen wurde dieser Tag mit einem gemeinsamen Abendessen – nicht typisch schwäbisch, aber genauso lecker: im Paulaner!

Tag 3 – Dienstag, 26. September 2017

Abfahrt nach Heilbronn zu BMB Gesellschaft für Materialprüfung mbH. Um 8.00 Uhr saßen alle Schülerinnen und Schüler plus Begleitpersonen im Reisebus in Richtung Heilbronn.

Die Geschäftsführer, Marie-Luise Wolf und Hans W. Berg, begrüßten die Camp-Teilnehmer persönlich. Maximilian Berg, ebenfalls Geschäftsführer, begrüßte die TeilnehmerInnen per zugeschalteter Live-Übertragung – die heutige Technik macht’s möglich. Nach einer Gruppenteilung erfolgte der Rundgang durch das Firmengelände. Die Verfahren Farbeindring- und Röntgenprüfung in Vollschutzkammern wurden ausführlich erklärt und vorgeführt, die Computertomographie an einem Überraschungsei anschaulich demonstriert. Die Schülerinnen und Schüler fühlten sich herzlich willkommen und bestens versorgt und informiert. Hans Berg und seinem Team war es eine Herzensangelegenheit, den Nachwuchs für ZfP zu begeistern. Ein sehr erfolgreicher Tag!

Tag 4 – Mittwoch, 27. September 2017MB-Welt

Der letzte Tag stand im Zeichen der geschichtlichen Automobilindustrie, beginnend im Jahr 1886. Das Museum führt durch eine lückenlose Historie. Auf neun Ebenen mit 16.500 m² Ausstellungsfläche werden 160 Fahrzeuge und insgesamt mehr als 1.500 Exponate, wie Motoren und andere Stücke, gezeigt.

Fröhlich und doch etwas müde verabschiedeten sich die Camp-Teilnehmer. Freundschaften wurden geschlossen, ZfP ist nun in ihren Köpfen, das nächste Camp in 2018, mit neuen interessierten Schülerinnen und Schülern, ist in Planung. Wir freuen uns darauf!

Wozu dient ein MINT-Camp?

Neben den fachlichen Aspekten und der praktischen Anwendung von Schulstoff leistet das MINT-EC-Camp einen Beitrag zur Studien- und Berufsorientierung in einem, den Schülerinnen und Schülern im Allgemeinen weniger bekannten, aber sehr zukunftsträchtigen und umfangreichen ingenieurwissenschaftlichen Aufgabenfeld.